Mit einem Auswärtssieg in die Saison

von Malte Tabken

 

Nachdem man über ein Jahr keinen einzigen Punkt auswärts entführen konnte, gewann man letzte Woche im Pokal bei Eintracht II endlich mal in der Fremde. Da man nun den Auswärtsfluch endlich besiegen konnte, wollte man am Sonntag nachlegen. Da sich die Personalsituation noch immer nicht  gebessert hatte, half Jendrik Weinert aus der Dritten Herren dieses Mal aus.

Im Gegensatz zur letzten Woche kamen wir richtig gut in die Partie. Wir waren klar ballbestimmend und drückten Ohmstede in die eigene hälfte. Nach sieben Minuten resuliterte aus einem unserer Angriffe ein Eckball. Beim VfB ist das ja eigentlich verschwendete Zeit, aber dieses mal nicht. Lucas Just brachte den Ball perfekt auf den langen Pfosten wo Sven Berndt genial zu seinem Premierentor im blau-weissen Dress einköpfte. Die folgenenden Minuten bis zur Halbzeit lassen sich eigentlich ganz einfach beschreiben. Wir hatten mindestens 70% Ballbesitz, aber sobald man nah an den Strafraum von Ohmstede kam, wurde man zu kompliziert. Statt den direkten Weg zum Tor oder den Abschluss zu suchen, wurde lieber hier und da noch ein Haken versucht und dabei der Ball verloren. Wenn man da einfacher agiert hätte, wären sicher mehr Tore drin gewesen.

Das 2:0 folgte dann kurz nach dem Anpfiff der zweite Halbzeit. Und das schon wieder nach einer Ecke. Just schlug den Ball erneut auf den zweiten Pfosten und Sven Berndt brachte den Ball ziemlich unbedrängt, dieses Mal per Fuß, über die Linie. Von den anwesenden VfB Fans war nach dem Tor ein "zwei Tore nach einer Ecke, das ist nicht mein VfB" zu hören. Schon in der 56. Minuten legten wir das 3:0 nach. Bekir Yapici ging mit dem Ball in den Strafraum und wurde von hinten gelegt. Ob das Foul wirklich im Strafraum war, kann man schwer sagen. Der Spieler von Ohmstede protestierte wehement, wurde dabei von Außen aber mehrfach nett daran erinnert, dass er doch froh sein kann, überhaupt noch auf dem Platz zu stehen. Eine Doppelbestrafung soll ja nur in dem Fall nicht erfolgen in dem klar zu erkennen ist, dass der Spieler den Ball spielen wollte. Da Yapici aber schon vor dem Spieler war, war hier in dem Fall keine Chance auf ein Ballspiel. Der Schiedsrichter gab hier in der Situation aber gar keine Karte, zur Freude des Ohmsteders. Marc Neemann nahm sich dann die Pille und versenkte den Elfmeter sicher. Somit traf auch er in seinem ersten Pflichtspiel direkt. Leider ließen wir nach dem 3:0 mal für ca. 15 Minuten komplett die Konzentration bleiben. In der 62. Minute gab der Schiedsrichter einen Freistoß für Ohmstede. Der Ball war schon freigegeben, doch wir bekamen dieses nicht mit und stellten noch die Mauer. Der Spieler von Ohmstede schlug also den Ball locker ins leere Tor und freute sich über das 1:3. Noch geschockt von diesem Tor pennten wir auch zwei Minuten später. Ohmstede spielte zentral einen flachen Ball auf das Tor, Jan Kröger ließ diesen Ball leider einfach an sich vorbei rollen und der Stümer von Ohmstede bedankte sich für diese Freiheit mit dem 2:3. Nun war bei uns natürlich etwas Chaos angesagt. Wo aber andere Mannschaften sich dann noch das 3:3 oder schlimmers fangen, agierten wir nach 15 MInuten entlich wieder cleverer und machten dann durch Alex Lewedag die Entscheidung. Jan Theis brachte einen Ball hoch nach vorne, Lewedag erkämpfte sich diesen, ging locker an einem Spieler vorbei uns versenkte sicher zum 2:4. Damit hätten wir dann auch gerne die Partie beendet, doch leider kam es anders. Bei einem Klärungversicht verdreht sich unser Kapitän Jan Kröger so böse das Knie, dass er mit dem RTW ins Krankhaus gebracht werden musst. Wir hoffen aber weiter, dass es doch nicht die erwartete schlimmer Verletztung ist. Direkt nach der Verletzun beendet der Schiedsrichter das Spiel.

Wir danken den anwesenden VfB Fans und freuen uns auf ein schönes Heimspiel vor netter Kulisse am kommenden Samstag gegen Brake II.



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